Kleinstadt
mit 13.500 Einwohnern, Zentrum des nordöstlichen Teil des Balaton,
Ungarns erster Kurort. Die Siedlung wurde am sanft neigenden, breiten,
sonnenbeschienenen Hang der Balaton-Riviera erbaut. Im Norden schützen
300 m hohe Berge, die von schönen Tälern gegliedert werden, den Ort vor
kalten Winden. An den Südhängen der Hügel reihen sich Wein- und
Obstgärten. Die Stadt ist Zentrum der historischen Weingegend, die nach
ihr benannt ist. Auf dem heutigen Gebiet existierten einst sechs
Dörfer, die sich wegen Verwüstungen der Türkenherrschaft, danach der
Scharmützel des Rákóczi-Freiheitskampfes entvölkerten. Der Kurort
verdankte paradoxerweise nicht dem Balaton, sondern den
kohlesäurehaltigen Quellen, die am Ufer des Sees entspringen, seinen
Rang. Ihr Wasser wurde für Trinkkuren, seit den 1730er Jahren (erwärmt)
für Baden verwendet. Das Wasser der Quellen wurde erstmals 1772, auf
Befehl von Königin Maria Theresia analysiert. Der erste Badearzt wurde
1786 ernannt.
Die
heilende Kraft des Wassers wird im Herzkrankenhaus sogar heute zur
Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen gebraucht. 1826 vernichtete
ein Großbrand die Mehrheit der Gebäude, deshalb entstand das heutige
denkmalgeschützte Bild der Umgebung von Gyógy tér erst im Laufe des 19.
Jahrhunderts. Das Bad erlebte seine Glanzzeit während der Jahre des
ungarischen Reformzeitalters. Damals galt es als patriotische Geste,
anstatt von ausländischen Kurorten Füred zu besuchen. Die Größen des
Landes verkehrten hier der Reihe nach. 1831 wurde sogar ein Theater
errichtet. 1846 fand der Stapellauf der "Kisfaludy", des ersten
Dampfschiffes des Balaton hier statt. Die Abtei von Tihany ließ sein Gut
um die Badeanlage parzellieren. Damals begann der Bau von Villen, die
überwiegend sogar heute stehen. Das älteste Baudenkmal von Balatonfüred
ist die bereits 1211 erwähnte St.-Michaeliskirche, die auf Resten
einer römischen Villa errichtet wurde. Von der Kirche sind nur noch die
1966 restaurierten Ruinen zu sehen. Im Stadtzentrum der Altstadt von
Füred steht die klassizistische, 1830 geweihte reformierte Kirche.
Es ist
ein besonderer Wert des Baus, daß die Originaleinrichtung vollständig
erhalten blieb. Das heute bestehende Brunnenhaus wurde 1853 über der
Lajos Kossuth-Quelle, die in der Mitte von Gyógy tér steht, errichtet.
Die ältesten Teile des Sanatoriums stammen aus 1748. Der Bau des
Kursalons (heute Kultursaal) wurde 1878 vollendet. Unter seinen Arkaden
befinden sich Gedenktafeln des Pantheons von Füred, mit denen die
Stadt an jene Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler erinnert, die
eine bedeutende Rolle im Leben des Badeortes spielten. Die einzigartig
schöne, mit Platanen bepflanzte Tagore-Promenade wurde 1863, nach
Eröffnung des Sió-Kanals errichtet. Die ausgestellten Kunstwerke machen
einen richtigen Skulpturenpark aus der Promenade. Ein typisches
Gebäude der Siedlung ist die 1864 geweihte klassizistische Rundkirche.
Neben ihr stellt eine Gedenkausstellung im 1871 gebauten Ferienhaus von
Mór Jókai das Leben des großen Schriftstellers in Füred vor.
Balatonfüred erwartet seine Gäste mit einem reichhaltigen
Programmangebot, das auf Traditionen begründet ist.
Traditionelle Veranstaltungen in
Balatonfüred
Aus unseren traditionellen, sich wiederholenden Veranstaltungen
ragt der Empfang des Ersten Schiffes hervor, das das
symbolische Moment des Beginns der Schifffahrtssaison ist. Im Frühling
jedes Jahres (Anfang April) kommt das erste Schiff der Saison aus
Siófok, das im Balatonfüreder Hafen in feierlichen Rahmen erwartet
wird.
Seit 1935 wird
mit Ausnahme von 3 Jahren im Mai jedes Jahres die Balatonfüreder
Segelhissensfeier der Saisoneröffnung, die seit dem vergangenen
Jahrzehnt neben dem Beginn der Segelnsaison auch Eröffnung der Saison
des Fremdenverkehrs symbolisiert. Die Veranstaltungen bereichern bunte
Sport- und Kulturprogramme. Zu dieser Zeit starten die ersten
Jachtwettfahrten, da beginnen die folkloristischen Vorstellungen auf
der Bühne Móló, und da werden die ersten Ausstellungen eröffnet. Das
höchste Ereignis von Balatonfüred ist der auf 181 Jahre zurückblickende
Anna-Ball, der im Juli jedes Jahres an dem zum
Anna-Tag am nächsten stehende Wochenende veranstaltet wird. Es ist einer
der ältesten Bälle des Landes, nicht nur eine Zierde von Balatonfüred,
sondern auch ganz Ungarns. Der Ball ist nicht nur wegen seinen
geschichtlichen Traditionen einzigartig. Der Höhepunkt des Balles ist
die Wahl der Schönheitskönigin des Balls und ihrer Hofdamen, die sich
am darauffolgenden Tag dem Publikum der Stadt während einer
Kutschenrundfahrt vorstellen. Dann nehmen sie nach dem Empfang für ihre
Verehrung an einer Vergnügungsfahrt mit einem der ältesten und
schönsten Segelboote Nemere II. teil.
Seit 1994 veranstaltet der Ungarische Maraton Klub - mit der
Unterstützung der Gemeinden Balatonfüred und Tihany - einen
Schwimmwettkampf in der Bucht (Anfang August) zum Andenken von Miklós
Wesselényi, den ersten Durchschwimmer der Strecke Tihany-Balatonfüred.
Die Distanz, die die Wettbewerber leisten müssen, beträgt 3,6 km.
Die Weingegend Balatonfüred-Csopak ist eine der zweiundzwanzig
ungarischen geschichtlichen Weingegenden. Sie bietet wertvolle Trauben
und feine Weine des Balaton-Oberlandes an. Das würdige Fest der Winzer
ist die schon traditonelle
Balatonfüreder Weinwochen. Die Weinbauer der Gegend erwarten die Gäste. Von Mitte August zwei Wochen lang stehen die Weinschenken der Tagore-Promenade entlang. Auf der Móló-Bühne werden jeden Abend niveauvolle ungarische und ausländische Kultur- und Folklorprogramme veranstaltet, am 20. Augsut werden die Interessenten mit ganztägigem Programm und Feuerwerk erwartet. Um die Bräuche der Winzerfeste zu erneuern, wird im jeden September der Weinlesenumzug organisiert. Der Festaufzug aus Weinbauern, Weinorden, Volkstänzern, Pferdefuhrwerken, Husaren zieht mit der Führung der Blaskapellen von dem Vitorlás Platz bis zur Markthalle durch die Gemeinde durch. In der Markthalle wartet ein buntes Volkloreprogramm, Straßenball und Jahrmarkt auf das Publikum.
Zu den Ehren des berühmten italienischen Dichters Salvatore
Quasimodo wird Anfang September der Internationale
Dichterwettbewerb und Dichtertreffen veranstaltet, der den
Namen des Dichters trägt. Der Dichter war im Jahre 1961 in
Balatonfüred, der ähnlich wie Rabindranath Tagore in der Stadt genesen
ist. Er hat auch einen Baum angepflanzt, und hat seine Gefühle zur
Balatoner Landschaft und zu Balatonfüred in einem Gedicht verfasst. Der
Dichterwettbewerb ist ein hervorragendes Ereignis sowohl im ungarischen
als auch in dem italienischen Kulturleben. Auf den Dichterwettbewerb
laufen jedes Jahr Hunderte von ungarishen und ausländischen Bewebungen
ein, von denen die besten eine Jury aus 7 Mitgliedern auswählt. Anfang
September bereichern Konzerte der ernsten Musik und die Darstellungen
von berühmten Schauspielern das Programm der Preisverteilungsfeier, und
in der Galerie Art East ist eine Kunstausstellung zu sehen, in der
sich italienische bildende Künstler vorstellen.
In der Umgebung können schöne Ausflüge unternommen werden, zum
Beispiel in das Koloska-Tal, zur Koloska-Quelle oder zur einzigartigen
Lóczy-Höhle. Ein Spaziergang von der Höhle zum Jókai-Aussichtsturm, wo
sich ein herrliches Panorama öffnet, lohnt sich unbedingt.
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